Private Krankenversicherung: Tipps zur Beitragsreduzierung und aktuelle Gerichtsurteile

Private Krankenversicherung: Tipps zur Beitragsreduzierung und aktuelle Gerichtsurteile

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Privatversicherte sollten aktiv ihre Prämien überprüfen und gegebenenfalls zu günstigeren Anbietern wechseln, während sie sich auch eigenständig über Kostenübernahmen informieren müssen. Die PKV verzeichnet 2024 ein Wachstum von 4,2 Prozent und bleibt eine attraktive Option für viele Versicherte.

Private Krankenversicherung: So können Sie den Beitrags-Kollaps noch verhindern

In den letzten Wochen sehen sich Millionen Privatversicherte mit einer drastischen Erhöhung ihrer Prämien konfrontiert. Die WELT berichtet, dass viele Betroffene nach Wegen suchen, um ihre Beiträge zu senken. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören unter anderem die Überprüfung des eigenen Versicherungsschutzes sowie das Einholen von Angeboten bei anderen Anbietern, um gegebenenfalls zu wechseln.

„Die Prämienanpassungen sind für viele Versicherte eine große finanzielle Belastung“, so ein Experte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Privatversicherte aktiv werden sollten, um den steigenden Kosten entgegenzuwirken. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter könnte eine Lösung sein.

Kostenübernahme durch PKV: Arzt muss nicht informieren

Eine aktuelle Entscheidung des Landgerichts Frankenthal hat klargestellt, dass Ärzte nicht verpflichtet sind, ihre Patienten über die Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung (PKV) zu informieren. In einem Fall, der eine Arztrechnung von über 2.000 Euro betraf, stellte das Gericht fest, dass der Patient selbst für die Klärung der Kostenübernahme verantwortlich ist, es sei denn, der Arzt hat konkrete Anhaltspunkte, dass die PKV nicht zahlen wird.

Diese Entscheidung verdeutlicht, dass Privatpatienten sich eigenständig über ihren Versicherungsschutz informieren müssen. Das Gericht wies darauf hin, dass die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein Gutachten belegt wurde, was die Verantwortung des Patienten unterstreicht.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Privatpatienten sich proaktiv um Informationen zur Kostenübernahme kümmern sollten, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Die zehn größten Privaten Krankenversicherer

Die private Krankenversicherung (PKV) hat im Jahr 2024 ein Wachstum von 4,2 Prozent auf 50,7 Milliarden Euro in den Beitragseinnahmen verzeichnet. Dies geht aus dem „Branchenmonitor 2025 Krankenversicherung“ des Beratungsunternehmens Vers Leipzig hervor. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Prämien in der Pflegepflichtversicherung, die um 8,0 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zulegte.

Anbieter Bruttoprämien 2024 (in Milliarden Euro) Marktanteil (%)
Anbieter 1 8,20 16,17
Anbieter 2 5,40 10,64
Anbieter 3 4,32 8,52
Anbieter 4 3,90 7,70
Anbieter 5 3,38 6,66
Anbieter 6 2,52 4,97
Anbieter 7 2,30 4,54
Anbieter 8 2,14 4,22
Anbieter 9 1,91 3,77
Anbieter 10 1,83 3,60

Die PKV hat auch im Jahr 2024 einen positiven Wechselsaldo gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verzeichnet, mit 183.500 Personen, die von der GKV in die PKV gewechselt sind. Dies zeigt das anhaltende Interesse an privaten Krankenversicherungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die PKV weiterhin wächst und sich als attraktive Option für viele Versicherte erweist, insbesondere im Bereich der Zusatzversicherungen.

Quellen: