Verbraucherschützer warnen: Gesundheitsdaten vor Risikolebensversicherung prüfen!

Verbraucherschützer warnen: Gesundheitsdaten vor Risikolebensversicherung prüfen!

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Verbraucherschützer raten, die elektronische Patientenakte vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung zu überprüfen, da fehlerhafte Diagnosen den Versicherungsschutz gefährden können. Falsche Angaben könnten zu höheren Beiträgen oder Ablehnungen führen und im Ernstfall finanzielle Risiken für Hinterbliebene darstellen.

Risikolebensversicherung: Verbraucherschützer raten zum Blick in elektronische Patientenakte

Wer eine Risikolebensversicherung abschließen möchte, sollte seine Gesundheitsdaten genau prüfen. Verbraucherschützer warnen davor, dass fehlerhafte oder gar erfundene Diagnosen in der Krankenakte fatale Folgen für den Versicherungsschutz haben können. Bianca Boss, Vorständin beim Bund der Versicherten e. V. (BdV), betont die Wichtigkeit, die eigene Patientenakte sorgfältig zu kontrollieren, bevor man Gesundheitsfragen beantwortet.

„Mit einer Risikolebensversicherung können Verbraucherinnen und Verbraucher sicherstellen, dass ihre Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell abgesichert sind.“

Im Falle eines Todes können Kredite, laufende Kosten oder Ausbildungsausgaben für die Hinterbliebenen zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden. Eine Risikolebensversicherung kann hier helfen, die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Es ist jedoch entscheidend, dass alle Gesundheitsfragen beim Antrag vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden, da falsche oder unvollständige Angaben zu einer Kürzung oder Verweigerung der Leistungen führen können.

Die Gefahren fehlerhafter Diagnosen

Fehlerhafte Arzt-Diagnosen in der Krankenakte können gravierende Folgen für den Versicherungsschutz haben. Bereits 2016 äußerte TK-Chef Jens Baas, dass gesetzliche Krankenkassen Ärzte indirekt für Falschdiagnosen belohnten, was zu einer Überbewertung der Gesundheitszustände von Patienten führt. Diese Praxis kann dazu führen, dass Verbraucher Schwierigkeiten haben, Versicherungsschutz zu bezahlbaren Konditionen zu erhalten oder überhaupt einen Vertrag zu bekommen.

Falsche Einträge in der Krankenakte können Antragsteller als höheres Risiko einstufen, was zu höheren Beiträgen oder sogar zur Ablehnung des Antrags führen kann. Im schlimmsten Fall kann eine fehlerhafte Diagnose den Versicherungsschutz nachträglich kosten, da Versicherer die Gesundheitsangaben in der Regel erst im Leistungsfall prüfen.

Häufigkeit von manipulierten Diagnosen

Für Vermittler ist das Thema ebenfalls heikel, da sie im Falle einer späteren Konfrontation mit einer falschen Diagnose in der Akte möglicherweise für eine falsche Beratung verantwortlich gemacht werden können. Daher sollten Vermittler ihre Kunden aktiv auf die Möglichkeit der Aktenprüfung hinweisen, bevor Gesundheitsfragen beantwortet werden.

Zusammenfassung

  • Verbraucherschützer raten zur genauen Prüfung der eigenen Gesundheitsdaten vor Abschluss einer Risikolebensversicherung.
  • Fehlerhafte Diagnosen können zu finanziellen Nachteilen und Problemen beim Versicherungsschutz führen.
  • Jeder fünfte Kunde klagt über manipulierte Diagnosen in seiner Arztakte.

Diese Informationen stammen aus einem Artikel des Versicherungsbote.

Quellen: