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Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung 2026
Die privaten Krankenversicherungen erhöhen 2026 ihre Beiträge, was rund 60 Prozent der Versicherten betrifft. Die durchschnittliche Anpassung liegt bei etwa 13 Prozent, was bedeutet, dass viele Versicherte von einem monatlichen Beitrag von 400 Euro auf 750 Euro steigen müssen. Der Grund für diese Erhöhung sind die dauerhaft gestiegenen medizinischen Leistungsausgaben, wie der Verband der Privaten Krankenversicherung mitteilt.
„Ich sehe diese Fälle jeden Tag in der Praxis: Menschen, die jahrelang nichts ändern mussten, dann von einem Beitragsbrief regelrecht überrollt werden und plötzlich das Doppelte zahlen sollen.“ - Dieter Homburg, Finanzexperte
Die Allianz hebt die Beiträge im Schnitt um rund 11 Prozent an, die Gothaer Krankenversicherung AG um etwa 12,7 Prozent, die Barmenia Krankenversicherung AG um etwa 11,6 Prozent und die HanseMerkur um 13 Prozent. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Kosten für Privatversicherte in den kommenden Jahren erheblich steigen werden.
Zusammenfassung: 2026 steigen die Beiträge für 60 Prozent der Privatversicherten um durchschnittlich 13 Prozent. Die Allianz, Gothaer, Barmenia und HanseMerkur erhöhen ihre Beiträge signifikant.
Tipps für privat Versicherte in finanziellen Schwierigkeiten
Die Verbraucherzentrale NRW warnt, dass viele privat Versicherte in finanzielle Not geraten könnten. Besonders betroffen sind ehemalige Selbstständige mit kleinen Renten. Die Verbraucherzentrale bietet verschiedene Optionen an, um die finanziellen Belastungen zu reduzieren, wie den Wechsel des Tarifs oder die Erhöhung der Selbstbeteiligung.
Ein Wechsel in den Standardtarif kann für langjährig Versicherte eine sinnvolle Option sein, da dieser auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung liegt. Zudem gibt es staatliche Hilfen für Versicherte, die ihre Beiträge nicht mehr stemmen können.
Zusammenfassung: Die Verbraucherzentrale bietet Tipps für privat Versicherte in finanziellen Schwierigkeiten, darunter Tarifwechsel und staatliche Unterstützung.
Neue Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) für die private Krankenversicherung ist auf 77.400 Euro gestiegen. Dies bedeutet, dass viele Angestellte, die im vergangenen Jahr knapp unter dieser Grenze lagen, nun in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren müssen, wenn sie nicht aktiv werden. Die Frist für eine Entscheidung endet am 31. März 2026.
Die Anhebung der JAEG um 3.600 Euro stellt für viele Berufstätige eine existenzielle Herausforderung dar, da sie ihre Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung verlieren könnten, wenn sie nicht rechtzeitig handeln.
Zusammenfassung: Die JAEG für die private Krankenversicherung steigt auf 77.400 Euro, was viele Angestellte vor die Wahl stellt, aktiv zu werden oder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren.
Erhöhung der Zusatzbeiträge bei gesetzlichen Krankenkassen
Für 2026 haben zahlreiche gesetzliche Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge erhöht. Die Techniker Krankenkasse beispielsweise erhöht ihren Beitrag auf 2,69 Prozent, während die DAK-Gesundheit auf 3,2 Prozent anhebt. Diese Erhöhungen sind Teil einer allgemeinen Tendenz, die sich über die letzten Jahre hinweg zeigt.
Die Bundesregierung hatte gehofft, dass die Zusatzbeiträge stabil bleiben, jedoch haben viele Kassen die Beiträge dennoch angehoben. Ein Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse kann sich für viele Versicherte lohnen, insbesondere wenn die eigene Kasse die Beiträge erhöht.
Zusammenfassung: Viele gesetzliche Krankenkassen haben ihre Zusatzbeiträge für 2026 erhöht, was Versicherte dazu anregen könnte, die Kasse zu wechseln.
Quellen:
- „Plötzlich das Doppelte“: Beitrag für Privatversicherte steigt 2026 – was Betroffene jetzt tun können
- Tipps der Verbraucherzentrale in Moers: Wenn privat Versicherte die Beiträge nicht mehr zahlen können
- PKV: Neue Einkommensgrenze von 77.400 Euro tritt in Kraft
- Kompletter Überblick: 43 Krankenkassen haben ihren Zusatzbeitrag erhöht














