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Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung 2026
Für Millionen privat Krankenversicherte wird das Jahr 2026 mit drastischen Beitragserhöhungen verbunden sein. Rund 60 Prozent aller PKV-Versicherten sind betroffen, mit einem durchschnittlichen Anstieg von 13 Prozent. Diese Erhöhungen bringen viele Versicherte in existenzielle Not, insbesondere ehemalige Selbstständige mit geringen Renten. Philipp Opfermann, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale NRW, äußert: „Viele Menschen sind verzweifelt, die höheren Kosten treffen sie hart.“
„Viele Menschen sind verzweifelt, die höheren Kosten treffen sie hart.“ – Philipp Opfermann, Verbraucherzentrale NRW
Zusammenfassung: 2026 wird für viele privat Versicherte teurer, mit einem durchschnittlichen Anstieg der Beiträge um 13 Prozent. Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor den finanziellen Folgen.
Optionen zur Kostenreduzierung
Die Verbraucherzentrale NRW bietet mehrere Optionen für Versicherte an, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Dazu gehören Tarifwechsel innerhalb der PKV, eine Erhöhung der Selbstbeteiligung oder staatliche Unterstützung. Ein Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist jedoch nur unter sehr begrenzten Bedingungen möglich.
- Tarifwechsel: Ein interner Tarifwechsel kann die Beiträge senken, jedoch gehen oft Leistungen verloren.
- Leistungen reduzieren: Der Verzicht auf bestimmte Leistungen kann ebenfalls zu niedrigeren Beiträgen führen.
- Selbstbehalt erhöhen: Eine Erhöhung des Selbstbehalts kann die monatlichen Kosten reduzieren.
- Basistarif nutzen: Im Basistarif zahlen Versicherte maximal den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung.
- Staatliche Unterstützung: Hilfebedürftige können staatliche Zuschüsse erhalten, um ihre Beiträge zu halbieren.
Zusammenfassung: Versicherte haben mehrere Optionen, um die steigenden Kosten zu bewältigen, darunter Tarifwechsel und staatliche Unterstützung.
Kostenschock in der gesetzlichen Krankenversicherung
Auch gesetzlich Versicherte müssen sich auf einen spürbaren Beitragsschock im Jahr 2026 einstellen. Rund die Hälfte der 72 gesetzlichen Krankenkassen erhöht den Zusatzbeitrag, im Schnitt um 0,25 Prozentpunkte. Besonders Gutverdiener sind betroffen, da die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird, was zu Mehrkosten von bis zu 690 Euro pro Jahr für Angestellte führen kann.
| Krankenkasse | Alter Zusatzbeitrag | Neuer Zusatzbeitrag |
|---|---|---|
| Techniker Krankenkasse | 2,45 % | 2,69 % |
| DAK-Gesundheit | 2,8 % | 3,2 % |
Zusammenfassung: Gesetzlich Versicherte müssen 2026 mit höheren Zusatzbeiträgen rechnen, was insbesondere Gutverdiener stark belasten wird.
Wechselmöglichkeiten und deren Vorteile
Ein Wechsel der Krankenkasse kann sich für viele Versicherte lohnen, da rund 95 % der GKV-Leistungen gesetzlich vorgeschrieben und überall gleich sind. Ein Wechsel kann Hunderte Euro jährlich sparen, ohne dass Versicherte auf wichtige Leistungen verzichten müssen. Bei einer Beitragserhöhung haben Versicherte sogar ein Sonderkündigungsrecht, das einen sofortigen Wechsel ermöglicht.
Zusammenfassung: Ein Krankenkassenwechsel kann erhebliche Einsparungen bringen, insbesondere bei Beitragserhöhungen, die ein Sonderkündigungsrecht auslösen.
Quellen:














