Private Krankenversicherung: Teuer, riskant und oft schlechter als die GKV

22.02.2025 59 mal gelesen 0 Kommentare

Stiftung Warentest: Private Krankenversicherung oft schlechter als GKV

Die Stiftung Warentest hat in einer umfassenden Untersuchung private Krankenversicherungen (PKV) unter die Lupe genommen und dabei alarmierende Ergebnisse veröffentlicht. Laut einem Bericht der BILD (Quelle: https://www.bild.de/leben-wissen/mein-geld-finanzportal/stiftung-warentest-private-krankenversicherung-oft-schlechter-als-gkv-67b5b91c4c5918144e4b721e) erfüllen zwei von drei getesteten PKV-Tarifen nicht die Mindestkriterien. Besonders problematisch sind die steigenden Beiträge, die für viele Versicherte, insbesondere Rentner, zur Kostenfalle werden können. Die Stiftung Warentest rät daher, die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu prüfen, sofern dies möglich ist.

Existenzbedrohende Kostenfalle für Rentner

Auch Merkur.de berichtet über die Ergebnisse der Stiftung Warentest und hebt hervor, dass von 1245 untersuchten Tarifkombinationen nur 384 die Mindeststandards erfüllen (Quelle: https://www.merkur.de/verbraucher/privatversicherungen-oft-schlechter-als-gedacht-existenzbedrohende-kostenfalle-fuer-rentner-zr-93582944.html). Besonders Rentner sind betroffen, da die Beiträge im Alter stark steigen und nicht einkommensabhängig sind. Die Verbraucherzentrale warnt ebenfalls vor den Risiken der PKV und empfiehlt, für das Alter finanziell vorzusorgen. Die Einkommensgrenze für den Wechsel in die PKV liegt 2025 bei 73.800 Euro brutto jährlich.

Viele Tarife bieten weniger als die GKV

Die Pharmazeutische Zeitung berichtet, dass viele PKV-Tarife in wichtigen Bereichen wie Palliativpflege, ambulanter Psychotherapie und digitalen Gesundheitsanwendungen schlechter abschneiden als die gesetzliche Krankenversicherung (Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/viele-private-versicherungen-bieten-zu-wenig-153331/). Von den getesteten Tarifen erfüllten 861 nicht die Anforderungen, was zeigt, dass die PKV nicht immer die bessere Wahl ist. Nur ein Drittel der Tarife wurde als empfehlenswert eingestuft, wobei die besten Tarife oft sehr teuer sind.

PKV wehrt sich gegen Kritik

Die WELT berichtet, dass der Verband der privaten Krankenversicherungen die Ergebnisse der Stiftung Warentest scharf kritisiert und die Methodik der Untersuchung infrage stellt (Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/plus255487528/Krankenversicherung-Jetzt-holt-die-PKV-zum-grossen-Konter-gegen-Stiftung-Warentest-aus.html). Trotz der Kritik bleibt die Stiftung Warentest bei ihrer Bewertung und betont, dass viele Tarife nicht den versprochenen Schutz bieten. Der Verband argumentiert hingegen, dass die PKV in bestimmten Bereichen Vorteile gegenüber der GKV habe.

Politische Diskussion um die Zukunft der PKV

Im Deutschen Ärzteblatt wurde über eine TV-Debatte berichtet, in der Politiker über die Abschaffung der PKV diskutierten (Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/vor-der-bundestagswahl-tv-runde-debattiert-uber-gesundheit-pflege-und-klima-af74c9ff-71c2-455a-b539-ef1f0ddab8d3). Während Vertreter von SPD, Grünen, Linken und BSW für eine einheitliche Bürgerversicherung plädierten, lehnten CDU, CSU, FDP und AfD dies ab. Die Diskussion zeigt, dass die Zukunft der PKV ein kontroverses Thema bleibt.

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Die Stiftung Warentest hat 1245 Tarifkombinationen von 35 Gesellschaften untersucht und dabei nur Tarife berücksichtigt, die einen umfassenden Rundumschutz bieten und eine Selbstbeteiligung von maximal 660 Euro pro Jahr aufweisen (Quelle: https://www.test.de/Private-Krankenversicherung-Vergleich-4692658-4692661/). Bewertet wurden 384 Tarife, die in den Bereichen ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen sowie weitere Tarifmerkmale mindestens das Niveau der GKV erreichen oder übertreffen. Die besten Tarife wurden mit "gut" oder "sehr gut" bewertet.

Quellen:

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Zusammenfassung des Artikels

Die Stiftung Warentest zeigt, dass viele private Krankenversicherungen (PKV) schlechtere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bieten und besonders Rentner durch stark steigende Beiträge finanziell belastet werden. Nur ein Drittel der getesteten PKV-Tarife erfüllt Mindeststandards, während Kritik an den Testergebnissen sowie politische Debatten über die Zukunft der PKV andauern.

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Annahmerichtlichen Ablehnung bei 4 oder mehr fehlenden, nicht ersetzten Zähnen. Leistungsausschluss für laufende, angeratene oder beabsichtigte Behandlungen. Ablehnung bei - in Summe 4 oder mehr fehlenden, nicht ersetzten oder mit herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen) ersetzten Zähnen - Parodontose in den letzten 3 Jahren dentZB.100: Ablehnung bei - Parodontose in den letzten 3 Jahren - angeratener Aufbissschiene - laufenden, angeratenen oder beabsichtigten Behandlungen. Ablehnung bei 4 oder mehr fehlenden, nicht ersetzten Zähnen. Leistungsausschluss für laufende, angeratene oder beabsichtigte Behandlungen Ablehnung bei - 4 oder mehr fehlenden, nicht ersetzten Zähnen - laufenden, angeratenen oder beabsichtigten Behandlungen. 10,90EUR Risikozuschlag pro Zahn ab 1 fehlenden, nicht ersetzten Zahn. Leistungsausschluss - bei Parodontose in den letzten 2 Jahren - für laufende, angeratene oder beabsichtigte kieferorthopädische Behandlungen bis Alter 19. Ablehnung bei 4 oder mehr fehlenden, nicht ersetzten Zähnen. 6,-EUR Risikozuschlag pro Zahn ab 1 fehlenden, nicht ersetzten Zahn. Leistungsausschluss bei - Parodontose in den letzten 3 Jahren - laufenden, angeratenen oder beabsichtigten Zahnersatz- Maßnahmen. Ablehnung bei 4 oder mehr fehlenden, nicht ersetzten Zähnen. 3,-EUR Risikozuschlag pro Zahn ab 1 fehlenden, nicht ersetzten Zahn. Leistungsausschluss bei - Parodontose in den letzten 3 Jahren
Gesundheitsprüfung Tarif zahnBD ohne Gesundheitsprüfung. Muss abgelegt werden. Tarif ZahnBD ohne Gesundheitsfragen Muss abgelegt werden. Muss abgelegt werden. Muss abgelegt werden.
Laufzeit Die Mindestvertragsdauer beträgt 12 Monate. Die Mindestvertragsdauer beträgt 2 Jahre. Die Mindestvertragsdauer beträgt 12 Monate. Die Mindestvertragsdauer beträgt 2 Jahre. Keine max. Vertragslaufzeit. Kein max. Eintrittsalter. Die Mindestvertragsdauer beträgt 2 Versicherungsjahre. Keine max. Vertragslaufzeit. Kein max. Eintrittsalter. Die Mindestvertragsdauer beträgt 2 Versicherungsjahre.
Kündigungsfrist Tägliche kündbar unter Einhaltung der Mindestvertragsdauer. Kündigungsfrist 3 Monate zur Hauptfälligkeit. Tägliche Kündigung durch den Versicherungsnehmer unter Einhaltung der Mindestvertragsdauer möglich. 3 Monate zum 31.12. nach Mindestvertragsdauer. Kündigung zum 31.12. unter Einhaltung der Mindestvertragsdauer möglich. Das 1. Versicherungsjahr endet am 31.Dezember des gleichen Jahres. Kündigungsfrist 3 Monate Kündigung zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung der Mindestvertragsdauer möglich. Das 1. Versicherungsjahr endet am 31.Dezember des gleichen Jahres. Kündigungsfrist 3 Monate
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